Wenn ich auf einer Website nach Unterstützung suche, passiert bei mir oft etwas Merkwürdiges.
Ich lese von Zertifikaten, Methoden, Ausbildungen und Spezialisierungen. Von Erfahrungen, Erfolgen und manchmal sogar von beeindruckenden Lebensläufen. Und während ich lese, stelle ich fest, dass ich immer weniger darüber erfahre, wie dieser Mensch eigentlich ist.
Vielleicht geht es dir ähnlich.
Denn wenn wir uns mit einem Problem, einer Frage oder einer Veränderung beschäftigen, suchen wir meistens nicht nach der Person mit den meisten Zeugnissen an der Wand. Wir suchen jemanden, bei dem wir das Gefühl haben, verstanden zu werden.
Deshalb steht hier so wenig über mich. Natürlich bin ich nicht zufällig bei FokusPokus gelandet.
Seit vielen Jahren arbeite ich im sozialen Bereich mit Menschen, die mit einer Suchterkrankung oder psychischen Belastung leben. Dabei begleite ich Menschen oft über längere Zeiträume hinweg und erlebe immer wieder, wie unterschiedlich Wege, Herausforderungen und Lösungen aussehen können.
Vor einigen Jahren habe ich mich deshalb entschieden, zusätzlich eine Ausbildung im systemischen Coaching zu absolvieren. Nicht, weil ich glaubte, damit plötzlich alle Antworten zu kennen. Sondern weil mich die Frage interessierte, wie Menschen Veränderungen schaffen können, die wirklich zu ihnen passen.
Seitdem bilde ich mich kontinuierlich weiter und beschäftige mich besonders mit lösungsorientierten Coachingansätzen. Ansätzen, die nicht danach fragen, was mit einem Menschen nicht stimmt, sondern danach, was bereits vorhanden ist und gestärkt werden kann.
Doch mindestens genauso wichtig wie jede Ausbildung sind die Erfahrungen, die das Leben selbst mit sich bringt.
Als Mutter von drei inzwischen erwachsenen Kindern, nach Zeiten als Alleinerziehende und durch viele persönliche Umwege habe ich gelernt, dass das Leben selten nach Plan verläuft. Dass Menschen manchmal feststecken, obwohl sie sich anstrengen. Und dass die besten Lösungen oft dann entstehen, wenn jemand zuhört, ohne zu bewerten.
Genau deshalb sehe ich mich nicht als jemanden, der fertige Antworten liefert. Ich sehe mich eher als jemanden, der dabei hilft, Gedanken zu sortieren, Perspektiven zu wechseln und Möglichkeiten sichtbar zu machen.
Vielleicht ist das am Ende auch der Grund, warum auf dieser Seite so wenig über mich steht.
Denn im Coaching geht es nicht darum, wer ich bin. Sondern darum, was für dich möglich wird.