Der Kopf sagt längst: erledigt.
Der Körper hat das offenbar nicht ganz so ordentlich abgeheftet.
Und manchmal schalten die beiden für einen Moment auf Autopilot.
Dann reagiert etwas in uns, bevor wir überhaupt verstanden haben, worauf eigentlich.
Der Bauch zieht sich zusammen.
Das Herz rast.
Die Luft wird knapp.
Und der Kopf kommt ein paar Sekunden später hinterher und fragt:
Was zur Hölle war das denn jetzt?
Vielleicht war es nur ein Satz.
Ein Tonfall.
Ein Blick.
Eigentlich nichts, was diese ganze innere Sirene erklären würde.
Außer vielleicht, dieser Moment war gar nicht nur dieser Moment.
Vielleicht hat da etwas eine Stelle berührt, die unser Körper längst kennt.
Und plötzlich reagierst du nicht nur auf das, was gerade passiert.
Da meldet sich etwas mit, das viel älter ist.
Das hier ist gerade beides.
Da ist etwas, das heute wirklich passiert.
Und da ist etwas in dir, das diese Stelle schon kennt.
Das eine macht das andere nicht unwahr.
Vielleicht ist dann die spannendere Frage nicht nur:
Warum trifft mich das so?
Sondern:
Wie viel von dem, was ich gerade fühle, gehört zu dieser Situation – und wie viel davon kennt mich schon viel länger?
Heute haben wir dafür ein ziemlich modernes Wort.
Trigger.
Das Wort ist neu.
Das Gefühl dahinter eher nicht.
Ludwig Wittgenstein sagte einmal:
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Aber ist das wirklich so?
Nur weil wir heute einen Namen für etwas haben, ist das Gefühl ja nicht plötzlich neu.
Menschen vor uns kannten Angst, Verletzung, Wut und dieses merkwürdige Gefühl, dass etwas viel tiefer trifft, als es eigentlich sollte.
Vielleicht hatten sie nur andere Worte dafür.
Oder gar keine.
Gefühlt haben sie es trotzdem.
Und dann gibt es noch die andere Seite.
Du kommst nach Hause.
Der Tag war doof.
Vielleicht sogar richtig beschissen.
Aber hier riecht es nach Zuhause.
Nach Zimt.
Nach Tee.
Nach Kerzenwachs.
Jemand, der gut zu dir ist, nimmt dich in den Arm.
Dein Lieblingslied läuft.
Du musst nichts erklären.
Und plötzlich merkt dein Körper:
Das hier ist auch noch da.
Der Tag war trotzdem beschissen.
Was passiert ist, ist deshalb nicht weniger unfair.
Und das Alte ist auch nicht plötzlich verschwunden.
Aber etwas in dir wird leiser.
Nicht weg.
Nur leiser.
Auch dafür gibt es inzwischen ein Wort.
Glimmer.
Und ich mag diesen Gedanken.
Nicht, weil eine Umarmung, ein Lied und ein bisschen Zimt plötzlich alles wieder gut machen.
Sondern weil unser Körper offenbar nicht nur ziemlich zuverlässig Alarm schlagen kann.
Er erkennt auch Sicherheit.
Nähe.
Vertrautheit.
Zuhause.
Und vielleicht ist genau das die gute Nachricht.
Wir können nicht immer verhindern, was uns trifft.
Wir können auch nicht einfach löschen, was unser Körper irgendwann einmal abgespeichert hat.
Aber wir sind dem nicht völlig ausgeliefert.
Wir dürfen wissen, was uns wieder bei uns ankommen lässt.
Welche Menschen.
Welche Orte.
Welche Musik.
Welche kleinen Dinge.
Was uns triggert, sucht sich manchmal selbst den Weg zu uns.
Was uns glimmert, dürfen wir ruhig ein bisschen suchen helfen.
Der Kopf sagt längst: erledigt.
Der Körper hat das offenbar nicht ganz so ordentlich abgeheftet.
Und manchmal schalten die beiden für einen Moment auf Autopilot.
Dann reagiert etwas in uns, bevor wir überhaupt verstanden haben, worauf eigentlich.
Der Bauch zieht sich zusammen.
Das Herz rast.
Die Luft wird knapp.
Und der Kopf kommt ein paar Sekunden später hinterher und fragt:
Was zur Hölle war das denn jetzt?
Vielleicht war es nur ein Satz.
Ein Tonfall.
Ein Blick.
Eigentlich nichts, was diese ganze innere Sirene erklären würde.
Außer vielleicht, dieser Moment war gar nicht nur dieser Moment.
Vielleicht hat da etwas eine Stelle berührt, die unser Körper längst kennt.
Und plötzlich reagierst du nicht nur auf das, was gerade passiert.
Da meldet sich etwas mit, das viel älter ist.
Das hier ist gerade beides.
Da ist etwas, das heute wirklich passiert.
Und da ist etwas in dir, das diese Stelle schon kennt.
Das eine macht das andere nicht unwahr.
Vielleicht ist dann die spannendere Frage nicht nur:
Warum trifft mich das so?
Sondern:
Wie viel von dem, was ich gerade fühle, gehört zu dieser Situation – und wie viel davon kennt mich schon viel länger?
Heute haben wir dafür ein ziemlich modernes Wort.
Trigger.
Das Wort ist neu.
Das Gefühl dahinter eher nicht.
Ludwig Wittgenstein sagte einmal:
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“
Aber ist das wirklich so?
Nur weil wir heute einen Namen für etwas haben, ist das Gefühl ja nicht plötzlich neu.
Menschen vor uns kannten Angst, Verletzung, Wut und dieses merkwürdige Gefühl, dass etwas viel tiefer trifft, als es eigentlich sollte.
Vielleicht hatten sie nur andere Worte dafür.
Oder gar keine.
Gefühlt haben sie es trotzdem.
Und dann gibt es noch die andere Seite.
Du kommst nach Hause.
Der Tag war doof.
Vielleicht sogar richtig beschissen.
Aber hier riecht es nach Zuhause.
Nach Zimt.
Nach Tee.
Nach Kerzenwachs.
Jemand, der gut zu dir ist, nimmt dich in den Arm.
Dein Lieblingslied läuft.
Du musst nichts erklären.
Und plötzlich merkt dein Körper:
Das hier ist auch noch da.
Der Tag war trotzdem beschissen.
Was passiert ist, ist deshalb nicht weniger unfair.
Und das Alte ist auch nicht plötzlich verschwunden.
Aber etwas in dir wird leiser.
Nicht weg.
Nur leiser.
Auch dafür gibt es inzwischen ein Wort.
Glimmer.
Und ich mag diesen Gedanken.
Nicht, weil eine Umarmung, ein Lied und ein bisschen Zimt plötzlich alles wieder gut machen.
Sondern weil unser Körper offenbar nicht nur ziemlich zuverlässig Alarm schlagen kann.
Er erkennt auch Sicherheit.
Nähe.
Vertrautheit.
Zuhause.
Und vielleicht ist genau das die gute Nachricht.
Wir können nicht immer verhindern, was uns trifft.
Wir können auch nicht einfach löschen, was unser Körper irgendwann einmal abgespeichert hat.
Aber wir sind dem nicht völlig ausgeliefert.
Wir dürfen wissen, was uns wieder bei uns ankommen lässt.
Welche Menschen.
Welche Orte.
Welche Musik.
Welche kleinen Dinge.
Was uns triggert, sucht sich manchmal selbst den Weg zu uns.
Was uns glimmert, dürfen wir ruhig ein bisschen suchen helfen.