Zwei Menschen begegnen sich.
Manchmal verlieben sie sich.
Sie bekommen ein Kind.
Und aus dieser Begegnung entsteht ein Mensch.
Dieser Mensch begegnet irgendwann einem anderen Menschen. Vielleicht zufällig. Vielleicht verlieben auch die beiden sich. Vielleicht bekommen sie ein Kind.
Und so geht es weiter.
Menschen begegnen sich. Verlieben sich. Trennen sich vielleicht auch wieder. Treffen Entscheidungen. Sind zur richtigen oder falschen Zeit irgendwo.
Und irgendwann, nach all diesen Begegnungen, Entscheidungen und Zufällen, entsteht ein Mensch.
Du.
Schon ein bisschen verrückt, oder?
Denn eigentlich hätte an ganz vielen Stellen nur irgendetwas minimal anders laufen müssen.
Ein anderer Tag.
Ein anderer Ort.
Fünf Minuten früher.
Fünf Minuten später.
Ein „Heute habe ich keine Lust.“
Ein „Ach komm, ich geh doch noch mit.“
Und zack – dich gäbe es nicht.
Nicht ein bisschen anders.
Sondern gar nicht.
Nicht dieses Gesicht.
Nicht diese Stimme.
Nicht dieses Lachen.
Nicht diese Art zu denken, zu fühlen, sich zu freuen oder sich über Dinge aufzuregen, bei denen andere nur mit den Schultern zucken.
Nicht genau dich.
Und wir tun manchmal so, als wäre das alles völlig normal.
Menschen sind halt da.
Naja.
Wenn man sich das einmal wirklich klarmacht, ist es schon ziemlich erstaunlich.
Jeder einzelne Mensch ist das Ergebnis von unzähligen Begegnungen, Zufällen und Entscheidungen.
Eine ziemlich wilde Mischung eigentlich.
Und am Ende stehst du da.
Mit allem, was zu dir gehört.
Wie unwahrscheinlich ist das bitte?
Und wenn an irgendeiner Stelle alles nur ein klein wenig anders gelaufen wäre, wären wir uns vielleicht nie begegnet.
Wäre doch schade, oder